Heimatkundenmuseum in Sumperk

 
Vlastivědné Muzeum v ŠumperkuMuseum in Sumperk ist zur größten Organisation des Heimatkundenmuseums in Sumperk, und das sowohl was den Umfang der Sammlungsfonds anbelangt, als auch was die Größe der Ausstellungen und der Ausstellungsräume angeht. Es ist zum Sitz von Direktorium der Organisation, sowohl auch der Fachabteilungen der Gesellschaft- und Naturkundenwissenschaften, als auch zum Sitz des Blattes „Nordmähren“ und von dem Informationszentrum. Das Museum nutzt mehr als die Hälfte der Gebäuden auf dem Gelände von Paula-Hof in Sumperk, eines Objektes, das sich im Park im Zentrum der Stadt befindet. Weil die hier sich befindlichen Räumlichkeiten nicht zu der Tätigkeit der Gewerbewerkstätte des Museums passen, d.h. zu Schmiede-, Tischler-, Bau- und Präparatorwerkstättentätigkeit, nutzt man auch die Nebengeschäftsstelle in dem ehemaligen Zuchthaus in der Lidicka-Straße aus.
 
Das Museum in Sumperk wurde als ein privates Museum im Jahre 1896 gegründet und nach dem Entstehen von Museumsbund im Jahre 1910 wurde es in der Öffentlichkeit als ein deutsches Stadtmuseum verstanden. Die ersten Ausstellungsräumlichkeiten befanden sich im ehemaligen dominikanischen Kloster, nach dem Jahre 1921 zog das Museum in das s.g. Geschaderhaus in der Kladska-Straße um. Im Jahre 1945 ging das deutsche Museum unter die tschechische Verwaltung über und Anfang der fünfziger Jahre wurden dem Museum neue Räumlichkeiten im Paula-Hof zugeteilt.  
 
Der Paula-Hof war ursprünglich ein an der Stadtgrenze von dem Herrn Franz Tersch an dem Anfang des 19. Jahrhunderts errichteter Wirtschaftshof, genützt für das Halten von Vieh und die Produktion und Vertrieb von Milch und der Milchprodukte. Es handelte sich um einen umfangreichen Raum von einem Viereckbodenschnitt, umgeben von einer Reihe von Stadeln, zumindest von zweien Saalkuhhäusern mit gesenkten Gewölben in den Streifen, mit dem Milchraum und den Unterkunftsgebäuden für das entsprechende Personal. In den 30. Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Hof von dem Sohn von Tersch um ein Herrenwohnhaus im klassistischen Stile ergänzt. Das Haus wurde in den 80. Jahren des 19. Jahrhunderts von dem Architekten M. Hinträger auf ein Neurenaissancepalais für den Baron Chiari umgebaut und am Anfang des 20. Jahrhunderts noch erweitert. Zugleich wurden auch die Wirtshäuser umgebaut, es wurden umfangreiche Ställe mit den Gussstützen und Gewölben zwischen den Bewährungen. Um den Hof wurde eine Parkanlage angelegt und in der Nähe auch ein Gemüsegarten. In den 20. Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Molkerei modernisiert und ein Milchverkauf errichtet. Nach dem Jahre 1945 kam das Objekt in den Besitz der Stadt Sumperk über, es befand sich hier der städtische Bauhof, Handel mit den Abfallprodukten, Garagen und schließlich auch das Museum. In den 60. und 70. Jahren des 20. Jahrhunderts wurden alle Hofbauten einschließlich der Dachbodenräumlichkeiten zu Zwecken der Kulturorganisationen der Stadt rekonstruiert. Der Paula-Hof wurde zum Kulturdenkmal auserkoren. Das Museum gewann durch die Renovierungsarbeiten einen hochwertigen Ausstellungs- und Konzertsaal, sowie Repräsentationsräume für die ständige Ausstellung, Ausstellungskabinett, einen Reihe von Büros für Fach- und Verwaltungsmitarbeiter, Zierraum, Konservierungs- und Präparatorwerkstätte, als auch kleinere Betriebsräumlichkeiten für die einzelnen Gewerbe. Am Anfang der 80. Jahre wurde der Südflügel des Hofes mit einem Neubau zwecks Abdeckung der Bedürfnisse des Kulturhauses von Sumperk ersetzt. Die Verbesserungsarbeiten an der inneren Ausstattung, die Dachreparaturen, als auch Reparaturen der Anschlussnetze verliefen in den gesamten 90. Jahren. In den Jahren 2005 – 2006 verlief die Rekonstruktion der Fassade an dem Hof-Nordteil und im Teile der ehemaligen Ställe wurde die Stadtgalerie erbaut, als auch das neue Informationszentrum und Vorlesungssaal. Der umfangreiche Hof, der ab und zu für einige Kultur-gesellschaftliche Zwecke genützt wird, wird in den nächsten Jahren ebenfalls rekonstruiert und er bietet hier eine weitere Reihe von Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen für die Stadtbewohner an. Es wurde mittlerweile auch die Rekonstruktion der Museumsgebäuden im ehemaligen Zuchthaus beendet.